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80. Geburtstag von Willi Hastreiter

Zeitungsbericht des „Bayerwald-Echo, Schwerpunkt Ost” vom 29.3.2018:

Altbürgermeister feiert seinen 80. Geburtstag

Jubilar Willi Hastreiter hatte zur Feier geladen - im Rückblick wurde an seine zahlreichen Leistungen für die Gemeinde erinnert.  

Runding. Er hat es immer noch nicht verlernt - obwohl Altbürgermeister Willi Hastreiter vor bereits zehn Jahren das Amt des Gemeindeoberhauptes an Franz Piendl weitergegeben hat, war bei seiner Begrüßungsrede am Montagabend die jahrzehntelange Erfahrung bei öffentlichen Auftritten deutlich spürbar.

Der “Willi”, wie ihn die Rundinger nennen, hatte zu seinem 80. Geburtstag ins Gasthaus Kolbeck geladen und neben der Familie und Freunden fanden sich auch diejenigen Vereine ein, bei denen der Jubilar Mitglied, Gründungsmitglied und Ehrenmitglied ist: Die Feuerwehren Niederrunding und Runding, der Schützenverein Pachlinger, der Freischütz Rieding, der SKC Rieding/Walting, der FC Raindorf, die Chambtalkegler Raindorf, der SV Runding, der Schützenverein “Zum Blauen See”, der Trachtenverein “Chamb taler”, der OGV Runding und die Burgfreunde Runding schickten jeweils zwei Vertreter des Vereins.

Spenden fürs Kinderhaus

Diese hielten sich durch die Bank an die Bitte des Jubilars, keine Geschenke mitzubringen und lieber eine Spende zugunsten des Kinderhauses Burgwichtl zu tätigen. Willi Hastreiter war in all den Jahren seiner aktiven Politikerzeit nah dran an den Menschen seiner Heimatgemeinde. Sein Nachfolger Franz Piendl brachte es bei der Laudatio auf den Punkt: “Du warst zu deinen Bürgern wie ein Vater und warst offen für die Probleme der Bürger.”

Den Weg in die Politik fand Hastreiter früh. 1966 trat er dem Ortsverband der Christlich-Sozialen Union (CSU) bei und wurde noch im selben Jahr in den Gemeinderat der ehemaligen Gemeinde Niederrunding gewählt. Ab 1972 gehörte er dem Rundinger Gemeinderat an, bevor er 1984 zum ersten Bürgermeister gewählt wurde.

Unter seiner Regie entstanden die Baugebiete Am Schmidacker, am Schietanger, Hochberg, Sporrerwiese und Aufeld, sowie beginnend die Gewerbegebiete Garten und Langwitz. Es wurde an der Stelle des alten Schulhauses das Sparkassengebäude errichtet. Bauhof, Splitthalle und Wertstoffhof wurden gebaut. In seine Amtszeit fielen die Sanierung des Schulhauses und der Anbau am Kindergarten, Gestaltung der Dorfplätze in Niederrunding und Dorferneuerung in Runding.

Ein Großprojekt waren Freilegungen auf der Burgruine unter Federführung der Burgfreunde. Der Bau der Kläranlage und die Abwasserbeseitigung mit einem Kanalnetz für fast 98 Prozent der Anschlüsse aller Anwesen im gesamten Gemeindegebiet sind in dieser Zeit entstanden. Während seiner Amtszeit wurden Vereinsheime gebaut und Feuerwehrgeräte angeschafft.

Helfer der Vereine

Jedoch stand der Willi seinen Vereinen nicht nur als Politiker wohlwollend zur Seite, sondern auch als Privatmann. Die Aufzählung seiner Schirmherrnschaften oder seiner Tätigkeiten als Festleiter würde jeden Rahmen sprengen. Wenn sich jemand so enorm engagiert, bleibt dies natürlich nicht im Verborgenen und Hastreiter wurde aufgrund seiner Verdienste oft geehrt. Zu den wichtigsten gehören die Medaille des Freistaates Bayern für besondere Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung im Jahr 1997, die Ehrenurkunde und das Kreisehrenzeichen in Silber des Kreistages, 2007 die Medaille des Freistaates Bayern in Silber und 1996 die Bataillonsnadel in Gold (2. Jägerbataillon 113 Cham).

Engagement in der Pfarrei

Kirche und Dorf gehörten in Runding schon immer nah zusammen, deswegen engagierte sich Hastreiter nicht nur politisch, sondern auch in der Pfarrei. Von 1982 bis 2006 war er Mitglied im Pfarrgemeindrat und ab 1982 bis 2012 in der Kirchenverwaltung tätig. Darum konnte er neben Pfarrer Kilian Limbrunner auch den langjährigen Wegbegleiter BGR Karl Schmid bei der Feier begrüßen. Beide sind sie Ehrenbürger der Gemeinde - Hastreiter wurde 2010 dazu ernannt. Gelernt hat Willi Hastreiter nach der Volksschulzeit in Runding den Beruf des Messungsgehilfen im Vermessungsamt Cham.

Bereits 1979 wurde er als mittlerweile “Technischer Amtsinspektor” zum Sachverständigen für Automationsangelegenheiten bestellt. 1998 ging Hastreiter zumindest beruflich in den Ruhestand, war aber bis 2008 noch politisch tätig. Während all dieser Zeit, in der er einen Großteil seiner Freizeit für das Gemeinwohl opferte, stand ihm Ehefrau Annemarie, eine geborene Zitzelsberger aus Lederdorn, stets zur Seite. Die beiden sind seit 1968 verheiratet und haben zwei Töchter, Ulrike und Karin. Neben all den Verdiensten und Auszeichnung ist der Altbürgermeister aber vor allem auf eines stolz: seine Enkel Simon und Theo. Zur Freude des Opas wohnt Tochter Karin mit ihrer Familie im gleichen Haus und dort halten den 80-Jährigen die beiden neun- und zweijährigen Buben voll auf Trab. Enkel Simon ließ es sich nicht nehmen, am Ehrentag seines Opas mit einem Gedicht zu sagen, wie wichtig er ihm ist. (cmi)

 

Geburtstag

Letzte Änderung: 19. Juni 2018 von Webmaster
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