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Frühjahresdienstversammlung am 16.3.18

Zeitungsbericht des „Bayerwald-Echo, Schwerpunkt Ost” vom 19.3.2018:

Deutlich weniger Einsätze

Retter Ausgebliebene Unwetter bescherten den 47 Feuerwehren der Inspektion Cham Entlastung. Dennoch rückten sie 788 Mal aus.

Freiwilligen Feuerwehren des Inspektionsbereiches Cham mussten im vergangenen Jahr zu 788 Einsätzen ausrücken. Ob Brände, Verkehrsunfälle oder auch technische Hilfeleistungen, die 2172 gemeldeten aktiven Mitglieder waren an allen 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr einsatzbereit, um ihren Mitbürgern Hilfe leisten zu können. Mit Thomas Schetschorke von der Feuerwehr Sattelpeilnstein hat der KBI-Bereich einen neuen Inspektionsjugendwart. Mehrere Aktive wurden geehrt.

Dicht gefüllt mit dem Blau der Feuerwehruniformen war am Freitagabend der Saal des Hotels am Regenbogen bei der Kommandantenversammlung des KBI-Bereiches Cham. Im Zuge der Dienstversammlung fanden auch die Jahresversammlung des Fördervereins des KBI-Bereiches sowie die Wahl des stellvertretenden Vorsitzenden des Fördervereins, des Sprechers der Kommandanten und die Wahl des Sprechers der Vorstände des Bereiches statt.

Im Beisein zahlreicher Ehrengäste, unter ihnen Landrat Franz Löffler, Bürgermeister der Gemeinden sowie Vertreter der Partner im Einsatz, hatte Kreisbrandinspektor Marco Greil eine umfangreiche Bilanz des vergangenen Jahres parat. 2017 begann in der Silvesternacht mit drei Einsätzen, darunter einem Wohnhausbrand und einem schweren Verkehrsunfall. Das erste Quartal 2017 zog sich mit mehreren schweren Verkehrsunfällen fort. Wie Greil berichtete, waren vier Todesopfer auf den Straßen zu beklagen. Im Verlauf des Jahres blieben die Unwetter aus, wodurch die Unwettereinsätze entfielen und dadurch die Einsatzzahlen erheblich reduziert wurden.

2172 aktive Feuerwehrleute

Die 47 Wehren des Inspektionsbereiches meldeten 2172 aktive Mitglieder, darunter auch 431 Frauen. 6205 passive Mitglieder, 516 Feuerwehranwärter und 237 Ehrenmitglieder. Insgesamt 9310 Mitglieder. Bei den 47 Wehren gibt es 196 ausgebildete Gruppen- und 18 Zugführer. 17 der Feuerwehren sind mit Atemschutzgeräten ausgerüstet. Sie können auf 307 Atemschutzgeräteträger zurückgreifen.

Die Einsätze im vergangenen Jahr gliedern sich in 152 Brandeinsätze, darunter mehrere Wohnhausbrände, Fahrzeugbrände und Freiflächenbrände sowie 399 Technische Hilfeleistungen auf. Bei zahlreichen Verkehrsunfällen mussten eingeklemmte Personen befreit, Ölspuren beseitig und der Verkehr geregelt werden. Neben 56 Sicherheitswachen und 58 Fehlalarmen, meist durch ausgelöste Brandmeldeanlagen, vervollständigen 123 freiwillige Dienste die Bilanz von 788 Einsätzen. Bei diesen wurden 7519 Einsatzkräfte mit 1283 Einsatzstunden an 423 Einsatzstellen gezählt.

Zur sicheren Bewältigung aller Einsätze wurden Ausbildungen, Übungen und Lehrgänge abgehalten. Die Grundausbildung, die Abnahme von Leistungsprüfungen, absolvierten 55 Gruppen. Acht Atemschutzfeuerwehren nahmen mit 16 Trupps am Atemschutzleistungswettbewerb teil. Am Oberpfalzcup beteiligen sich mit Runding und Traitsching zwei Wehren. Weiter wurden Lehrgänge für Funk, Atemschutz und Ersthelfer sowie ein Fahrsichersicherheitstraining und eine Fortbildung mit hydraulischen Rettungsgeräten durchgeführt. Mit der Vorstellung der neuen Geräte bei den Wehren und den Baumaßnahmen gab der Kreisbrandinspektor bekannt, dass im Jahr 2017 die Feuerwehren des In-spektionsbereiches 111 000 Euro zur Entlastung der Kommunen investierten. Zufrieden zeigte er sich mit den Übungen in der Aktionswoche.

Martina Feuerer nimmt Abschied

Über die Jugendarbeit berichtete Inspektonsjugendwartin Martina Feuerer. 534 Mitglieder gehören der Jugendfeuerwehr an, deren Jugendwarte 6422 Stunden Zeit aufbrachten. Leistungsspange, Jugendflamme und auch Jugendwettspiele wurden veranstaltet. Ein Höhepunkt war der Erfolg des Nachwuchses von Balbersdorf/Kolmberg auf Landesebene. Nach fünfjähriger Tätigkeit gab die Inspektionsjugendwartin ihren Abschied aus dem Amt bekannt.

Kreisbrandrat Michael Stahl war voll des Lobes über die ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehren im Inspektionsbereich auf, wie er betonte, hohem Niveau. Landrat Franz Löffler verwies in seinen Dankesworten darauf, dass heute Sicherheit mehr denn je ein großes Gut sei. Im Landkreis Cham spielen die Feuerwehren hier eine große Rolle. Beunruhigend sei, so der Landrat, dass auch im Landkreis Cham die “Blaulichtdienste” bei Einsätzen behindert werden. Ein “Phänomen” seien auch die Feuerwehrvereine, die Vereinsmittel für den Einsatzdienst einsetzen. Dankende Worte hatte auch Chams Bürgermeisterin Karin Bucher parat. Sie verwies darauf, dass es für die Feuerwehren aufgrund veränderter Arbeitswelt immer schwieriger werde, engagierte Mitglieder zu gewinnen.

Die Grüße aller Einsatzpartner übermittelten der Leiter der Chamer Polizei, Alfons Windmaißer, und sein neuer Stellvertreter Stefan Fischer, der sich den Feuerwehrführungskräften vorstellte. Beide betonten die Wichtigkeit der Unterstützung bei den vielen Ereignissen durch die Feuerwehr. (cft)

Letzte Änderung: 19. Juni 2018 von Webmaster
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