|Home » Verein » Vereinsaktivitäten » Frühjahrsdienstversammlung 25.3.12

Frühjahrsdienstversammlung der Feuerwehren des KBI-Bereichs Cham

 

Zeitungsbericht des „Bayerwald-Echo, Schwerpunkt Ost” vom 26.3.2012:

Sie sind Mutmacher für alle Landkreis-Bürger

Versammlung Wegen ihres enormen Engagements waren die Retter des Feuerwehrinspektionsbereichs Cham auch 2011 Vorbilder.

CHAM. Das satte Blau der Feuerwehruniformen füllte gestern Morgen den Saal des Kolpinghauses. Der Feuerwehrinspektionsbereich hielt dort seine Dienstversammlung der Kommandanten, Stellvertreter und sonstigen Führungskräfte sowie die Jahresversammlung des Fördervereins ab. Im Beisein zahlreicher Ehrengäste und Vertreter der Partnerorganisationen wie Polizei, Rotes Kreuz und THW nannte Kreisbrandinspektor Max Muhr das abgelaufene Jahr 2011 "ein ruhiges Einsatzjahr". Die Feuerwehrleute seien die helfenden Hände für Menschen in Notsituationen gewesen und hätten ein Stück Sicherheit gewährleisten können, betonte er. Er verwies darauf, dass die Aufmerksamkeit der Führungskräfte der Aus- und Weiterbildung sowie der Verbesserung der Ausrüstung und nicht zuletzt der Jugendarbeit galt. Muhr stellte der Versammlung die neu gewählten Führungskräfte in den einzelnen Wehren vor und dankte ihnen für die Bereitschaft, Verantwortung und Aufgaben für den Nächsten zu übernehmen.

Aktuell 8497 Mitglieder

Der Kreisbrandinspektor berichtete, dass den 47 Wehren im Inspektionsbereich 8497 Mitglieder angehören. Sie gliedern sich in 2756 Aktive (davon 518 Frauen), 4907 Passive (762 Frauen) und 606 Feuerwehranwärter (246 Mädchen) auf. 281 der passiven Mitglieder sind ausgebildete Atemschutzgeräteträger. Die Floriansjünger wurden 2011 zu 838 Einsätzen alarmiert. 109 davon waren Brände, angefangen von Zimmer- und Fahrzeugbränden bis hin zu Scheunen- und Wohnhausbränden. Die Technischen Hilfeleistungen schlugen mit 416 Einsätzen zu Buche. 96 Fehlalarme und 85 Sicherheitswachen komplettieren das Ganze. Zudem wurden 126 Einsätze wie Insektenbeseitigungen und auch die Einsätze der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung gezählt.

Im Bereich der Ausbildung wurden im vergangenen Jahr 77 Leistungsprüfungen abgelegt. Dabei waren 31 Wehren aktiv. Mit sechs Abnahmen ist die FF Pemfling Spitzenreiter. Sechs Mann aus Runding und Niederrunding beteiligten sich am Atemschutzleistungswettbewerb. Im Bereich fanden zudem ein Atemschutzlehrgang (15 Teilnehmer), ein Maschinistenlehrgang (54 Teilnehmer) und ein Funklehrgang (69 Teilnehmer) statt.

Im Oktober fand ein Training mit dem "mobilen Firetrainer" statt. 62 Aktive aus 15 Wehren nahmen dieses Angebot an. Kreisbrandinspektor Max Muhr rief die Neuanschaffungen von Fahrzeugen und Geräten in Erinnerung und ging auf die Planungen für dieses Jahr ein. Besonders stellte er heraus, dass die Feuerwehrvereine des Inspektionsbereiches im vergangenen Jahr aus Vereinsmitteln zur Entlastung der Gemeinden bei Beschaffungen die stolze Summe von 152337,72 Euro investierten. Der Redner gab auch bekannt, dass die Alarmplanung der Bundesstraßen im KBI-Bereich abgeschlossen sei und die Integrierte Leitstelle nun nach den Abschnitten der Bundesstraße alarmiere. Lobend stellte er zudem die Arbeit und das Engagement der 448 aktiven Frauen und 242 Mädchen in den Feuerwehren heraus. Sehr engagierte und erfolgreiche Arbeit leiste der Feuerwehrverband. Hier stellte Muhr vor allem die Neuregelung mit dem Feuerwehrführerschein heraus. Im KBI-Bereich laufen derzeit die Vorbereitungen für je einen Lehrgang in den Bereich 7,5 Tonnen und 4,75 Tonnen.

45 Wehren mit Jugendgruppe

Inspektionsjugendwart Marco Greil zeigte die wichtige Nachwuchsarbeit auf. Von 47 Feuerwehren im Inspektionsbereich haben 45 eine Jugendgruppe. 43 haben eine beschlossene Jugendordnung und somit Stimmrecht im Kreisjugendfeuerwehrverband. Zum Ende des vergangenen Jahres waren 606 Jugendliche, aufgeteilt in 360 Burschen und 246 Mädchen, vermerkt. Für die feuerwehrtechnische Ausbildung wurden 1670 Stunden bilanziert. Hinzu kommen 1257 Stunden allgemeiner Jugendarbeit. Die Jugendwarte und Stellvertreter leisteten 1945 ehrenamtliche Stunden.

In fünf Abnahmen legten 42 Jugendliche die Bayerische Jugendleistungsprüfung ab. In 19 Abnahmen legten 107 Jugendliche aus 14 Wehren die sogenannte Jugendflamme ab. Weiter beteiligten sich elf Wehren mit 67 Teilnehmern an der Abnahme der "Deutschen Jugendleistungsspange". Der Jugendwettbewerb fand zum 34. Mal statt. Diesmal war Runding der Ausrichter. 328 Jugendliche traten in 82 Mannschaften dort an. Im Bereich der Wettbewerbe wurde festgelegt, dass am Kreisentscheid heuer erstmals aus dem KBI-Bereich Cham neun Mannschaften starten dürfen. Der Jugendwettbewerb wird am 28. Juli auf dem Bundeswehrsportplatz in Cham sein.

"Menschen, die helfen!": Unter dieses Motto stellte Kreisbrandrat Johann Weber seinen Bericht. Er stellte die ehrenamtlichen Leistungen der Floriansjünger heraus, erläuterte die Einsatz- und Ausbildungszahlen des vergangenen Jahres und ging auch auf die Einführung des Digitalfunks ein. Vize-Landrat Michael Dankerl brach ebenfalls eine Lanze für das Ehrenamt. Er würdigte die Leistungen der Wehren in den Ortschaften, die auch Lebensart und Heimat darstellten. "Mutmacher für alle Bürger im Landkreis Cham" nannte MdB Karl Holmeier die Mitglieder der Wehren. Dankesworte für die gute Zusammenarbeit bei Einsätzen und Ausbildung hatte Rettungsdienstleiter Michael Daiminger parat.

Mit dem Ehrenkrug des BRK-Kreisverbandes dankte der Rettungsdienstleiter dem in wenigen Wochen aus dem Dienst ausscheidenden Kreisbrandmeister Ludwig Kalz. "Ohne die Feuerwehr geht es nicht!", lautete das Resümee von Alfons Windmaißer, dem Leiter der Polizeiinspektion. (cft)

Letzte Änderung: 29. März 2012 von Webmaster
Error