Starkregenereignisse

Am 24.05.2018 zog ein schweres Unwetter über Runding und sorgte für mehrere Einsätze im Gemeindegebiet. Unsere Feuerwehr war insgesamt an vier verschiedenen Einsatzstellen tätig.

 

 Die Feuerwehr Runding wurde um 12.45 Uhr alarmiert. Erste Einsatzstelle war die Fa. Continental in Niederrunding / Langwitz. Hier konnte der Gully die Wassermassen nicht mehr aufnehmen und das Wasser drohte in die Gießerei einzudringen. Durch massiven Pumpeneinsatz konnte das Gebäude geschützt und der angesetzte Guß planmäßig durchgeführt werden.

Im Anschluss fuhren einige Kollegen mit dem TSF weiter zum Reiterhof in Runding. Auch dort konnte das Abflussrohr die Wassermengen nicht mehr aufnehmen und das Wasser wurde mit Hilfe der Mini-Chiemsee-Schmutzwasserpumpe aus den Stallungen entfernt.

Währendessen unterstütze die Besatzung des TLF die Kollegen aus Niederrunding um das eingedrungene Wasser aus einem Einfamilienhaus im Ortskern von Niederrunding zu entfernen.

Die letzte Einsatzstelle war am Bushäuschen in Göttling. Hier hatte der Regen die Verbindungsstraße nach Chamerau stark verschmutzt. Die Straße wurde durch unsere Einsatzkräfte gereinigt und wieder für den Verkehr freigegeben.

Zusätzlich waren noch die Feuerwehren aus Rieding und Kothmaißling im Gemeindegebiet im Einsatz.

THL 1
THL 2

 

Zeitungsbericht des "Bayerwald-Echo, Schwerpunkt Ost" vom 25.5.2018:

Sintflut forderte die Feuerwehr

Unwetter Feuerwehr ging mit 200 Kräften in 70 Einsätze und meisterte gleichzeitig noch mit 70 Mann in Rötz einen Blitzschlag.

Von Johannes Schiedermeier

Cham. Am frühen Nachmittag ging erstmals ein sintflutartiger Regenschauer über Cham nieder. Die Fluten brachen sich Bahn durch die Maisfelder und wälzten sich mit dem braunen Schlamm der Felder in Richtung der Siedlungen. Das war der Auftakt für einen Nachmittag voller Einsätze für Feuerwehren, Rettungsdienst und THW. Im Chamer Bauhof wurden Sandsäcke gefüllt. In kurzer Folge trafen vier schwere Regengüsse auf bereits durchweichte Erde.

Insgesamt 70 Einsätze

Einer der ersten Alarme traf die FFW Windischbergerdorf. Dort hatten sich die Fluten vom Wald herunter durch ein Maisfeld Bahn gebrochen und wurden durch einen schnellen Einsatz noch vor dem Wohnhaus Windischbergerdorf 28 aufgehalten. Angesichts der bereits heranrückenden nächsten Unwetterfront forderte der Kommandant weitere Kräfte und Sandsäcke an.

In Brennet, in der benachbarten Gemeinde Willlmering bot sich das gleiche Bild. Auch dort wälzten sich braune Fluten vom Katzberg herunter. Die Maisfelder konnten das Wasser nicht aufnehmen und leiteten es samt Schlamm in Richtung Brennet ab. Zu Beginn des Einsatzes schaufelte ein einsamer Feuerwehrmann Dämme zwischen den Feldern auf, um das Teile des Wassers in eine angrenzende Wiese abzuleiten. Unten in der Ortschaft kämpften weitere Kräfte der Feuerwehr Willmering gegen die braune Flut, die bereits zwei Garagen und einen Keller erreicht hatte. Mit Schaufeln und einem Radlader versuchte die Feuerwehr, die Straße wieder freizubekommen und das Wasser so umzuleiten, dass es keine weiteren Schäden an Gebäuden mehr anrichten konnte.

Rundum heulten immer mehr Sirenen und riefen die Feuerwehren zum Einsatz. Der Schwerpunkt der Einsätze lag in den Gemeinden Runding, Weiding und Willmering, berichtete am Abend der Chamer Kreisbrandmeister Hans Hochmuth, der in Ansprechpartner in der besetzten Kreiseinsatzzentrale war. Die Feuerwehren brachten an diesem Nachmittag insgesamt 200 Einsatzkräfte an die Wasserfront.

Zu Wasser noch Blitz und Brand

Kreisbrandrat Mike Stahl berichtete, dass nicht nur 200 Kräfte zu 70 verschiedenen Einsätzen beordert wurden, sondern gleichzeitig noch weitere 70 weitere zu einem Blitzschlag in das Gebäude der Ostmark-Tankstelle in Rötz beordert werden mussten (Lesen Sie dazu unseren Bericht auf Seite 31). Gegen 15.30 Uhr löste zudem noch die Brandmeldeanlage der Rodinger Volksschule aus. Die angerückten Wehren hätten allerdings nur einen Fehlalarm festgestellt. Zusätzlich seien noch Einsatzkräfte des THW ausgerückt.

Auch die Polizei musste fünf Unwetter-Einsätze fahren. Wie der Chamer Inspektionsleiter Alfons Windmaißer mitteilte, waren mehrere Straßen zeitweise schlecht passierbar. Meist habe es sich um Geröll und Schlamm gehandelt, der Autofahrer behindert habe. Auch mehrere Kanaldeckel seien durch den enormen Wasserdruck in der Kanalisation ausgehoben und auf die Straße geschleudert worden. Mehrfach habe die Polizei auch die zuständigen Bauhöfe verständigt. Im Chamer Bauhof wurden für die Feuerwehreinsätze Sandsäcke gefüllt und an die Einsatzstellen verteilt.

Noch mehr Bilder sowie weitere Informationen zum Thema finden Sie bei uns im Internet.

www.mittelbayerische.de/cham

 

 

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