Brand landwirtschaftliches Anwesen

Am 15. Juni um 10.26 Uhr wurden zahlreiche Feuerwehren nach Selling zum Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens alarmiert. Der Brand konnte schnell unter Kontrolle gebracht werden. Verletzt wurde zum Glück niemand.

Zeitungsbericht der "Bayerwald Echo, Ausgabe Ost" vom 17.6.2022:

Feuer greift vom Mist auf Hof über

Großeinsatz der Feuerwehren verhindert Brand von Wohnhaus und Kuhstall in Selling

Von Johannes Schiedermeier

Cham/Selling. Dem blitzschnellen Eingreifen von mehr als 100 Rettungskräften ist es zu verdanken, dass ein Brand auf dem Bauernhof in Selling 1 gelöscht werden konnte. Insbesondere zahlreiche Kühe verdanken diesem Umstand ihr Leben. Während des Einsatzes mussten ein Feuerwehrmann und die Brandleiderin vom Rettungsdienst versorgt werden.

Bereits wenige Minuten nach der Alarmierung gegen 10.43 Uhr trafen die ersten Feuerwehren am Brandort ein, wo sich schon heftiger Qualm entwickelt hatte. Nach ersten Ermittlungen der Beamten der Polizeiinspektion Cham ist vermutlich ein großer Misthaufen, der an der Rückwand des Gebäudes aufgetürmt war, von selbst in Brand geraten. Zum Zeitpunkt der Entzündung hatte es 27 Grad Hitze und der Haufen lag in der prallen Sonne.
Hinzu kam noch der unglückliche Umstand, dass dahinter eine Türe zum Stallgebäude offenstand und so ein Durchzug in den Innenhof eine Kaminwirkung entfaltete. Das ermöglichte ein Überspringen d es Feuers auf Inventar, das in den anliegenden Innenräumen gelagert war.
Bereits beim Erstangriff gelang es Atemschutzträgern, das Inventar abzulöschen und die Glutnester im Misthaufen zumindest einzudämmen. Behindert wurde der Erstangriff durch den dichten Rauch. Der schnelle Zugriff verhinderte nicht nur ein Übergreifen des Brandes auf die Wohnräume im ersten Stock, die gerade renoviert werden und noch keine Fenster besitzen. Auch Dutzende Kühe, die im angrenzenden Stall untergebracht sind, verdanken dem schnellen Einsatz ihr Leben.
Ein Feuerwehrmann bekam gesundheitliche Probleme durch die Hitze und die schweren Bedingungen am Einsatzort. Er musste im Rettungswagen vor Ort versorgt werden. Eine Bewohnerin des Hofes wurde ebenfalls mit einer Rauchvergiftung behandelt. Beide seien leicht verletzt, so Rettungsdienstleiter Dominik Lommer.

Die Alarmierungsstufe „B4“ – Großbrand eines landwirtschaftlichen Anwesens – brachte rund 100 Einsatzkräfte auf die Beine, erklärte der Chamer Kreisbrandmeister Hans Hochmuth. Die Unterstützungsgruppe OEL aus Loibling Katzbach listete in ihrem Leitfahrzeug insgesamt acht Feuerwehren auf, die vor Ort waren. Bereits nach einer knappen Stunde war die Lage restlos im Griff.
Damit war aber nur die Brandgefahr gebannt. Sicherheitshalber, musste die Feuerwehr den gesamten Misthaufen abtragen. „Nur so können wir sicher sein, dass kein Glutnest mehr übrig ist, wenn wir den Brandort verlassen“, erklärte KBM Hochmuth.

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