Brand Zimmerei

Am Vormittag des 14. Dezembers wurden wir zu einem Brand einer Zimmerei nach Weiding alarmiert.

Zeitungsbericht der "Bayerwald Echo, Ausgabe Ost" vom 15.12.2021:

Millionen-Schaden nach Brand

Unglück Ein Großaufgebot an Rettern kämpfte gegen das Feuer in der Zimmerei. Der Betrieb wurde nicht zum ersten Mal stark gebeutelt.

Von Bastian Schreiner

Weiding Verheerender Brand einer Zimmerei in der Gemeinde Weiding: Durch das Feuer, das am Dienstagvormittag in einer Halle in der Robert-Bosch-Straße ausgebrochen ist, ist ein Sachschaden in Millionen-Höhe entstanden. Ein Großaufgebot der Feuerwehr war angerückt, um die Flammen zu bekämpfen. Der Betrieb war in der Vergangenheit schon häufiger Opfer von Bränden geworden. Jetzt ermittelt die Kriminalpolizei.

Beim Eintreffen der Feuerwehren stand die Halle der Firma bereits in Vollbrand. Die riesige Rauchwolke war schon von weitem zu sehen. Die Einsatzkräfte versuchten, den Flammen von allen Seiten Herr zu werden. Die Atemschutzträger löschten am Boden, die Kollegen der Chamer und Further Feuerwehr mit den Drehleitern von oben. Auch der Löschroboter LUF 60, der in Mitterdorf stationiert ist, wurde zum Brandort gefahren. Wie eine Schneekanone schoss die Maschine das mit Netzmittel versetzte Wasser in die Hackschnitzel.

Andere Gebäude geschützt

Um 10.06 Uhr ging bei der Leitstelle in Regensburg der Notruf „Brand einer Industriehalle“ ein, die daraufhin die Meldestufe B4 ausrief und ein Großaufgebot an Einsatzkräften alarmierte. Als erstes traf die Feuerwehr Weiding ein, die laut Einsatzleiter Michael Nachreiner und Kommandant Alwin Schlamminger den Löschangriff auf der Innenhofseite startete. In dem Gebäude, aus dem die Flammen schlugen, war die Hackschnitzeltrocknung der Zimmerei untergebracht. In dieser Halle sollen vier Kraftwerke stehen. Die Feuerwehr versuchte, die Brandschutzmauer zu halten, um ein Übergreifen auf die Holztrockenkammer zu verhindern. Dort befand sich auch eine Brikettpresse. „Der Anbau konnte gehalten worden“, sagte Kreisbrandrat Michael Stahl, der den Einsatz mit Kreisbrandinspektor Marco Greil und weiteren Führungskräften koordinierte. Das sei das Ziel gewesen, so Stahl.

Der Brandleider hatte das Feuer entdeckt, konnte die Flammen mit ersten Löschversuchen selbst jedoch nicht mehr eindämmen. Dann habe sich das Feuer seinen Angaben zufolge sehr schnell ausgebreitet, teilten die Verantwortlichen vor Ort mit. Es war nicht das erste Mal, dass der Betrieb im Weidinger Industriegebiet Opfer eines Brandes geworden ist. Zuletzt hatte es im Januar 2018 in der Zimmerei gebrannt. Damals wurde eine Fertigungs- und Lagerhalle ein Raub der Flammen. Der Sachschaden lag laut Polizei bei rund 500 000 Euro. Auch im Sommer 2016 mussten die Einsatzkräfte anrücken, als eine Lagerhalle in Flammen stand. Der Schaden ging damals in die Hunderttausende. Der Brandleider sei ein engagierter Unternehmer, sagte Bürgermeister Daniel Paul, der ebenfalls zum Einsatzort eilte. Dass es den Betrieb nun erneut trifft, mache ihn fassungslos, so Paul.

Insgesamt 186 Feuerwehrleute, die den Brandort mit 41 Fahrzeugen anfuhren, wurden auf den Plan gerufen. „Das ist für diese Uhrzeit an einem Werktag schon respektabel“, betonte der Kreisbrandrat. Die Wasserversorgung wurde mit dem Schlauchwagenzug sowie Leitungen zu Weihern und Unterflurhydranten sichergestellt. Wie bei Einsätzen dieser Dimension üblich, wurde auch die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung sowie das Technische Hilfswerk angefordert.

Eine Person verletzt sich leicht

Das Bayerische Rote Kreuz war mit zwei Rettungswagen, einer Unterstützungsgruppe und einem Notarzt vor Ort. Wie Einsatzleiter Tobias Muhr berichtete, mussten die Sanitäter eine leichtverletzte Feuerwehrkraft ambulant versorgen. Wegen der Witterung und des sich über Stunden ziehenden Einsatzes baute das BRK auch eine Verpflegungsstation auf.

Zur Brandursache kann die Polizei laut Marco Müller, stellvertretender Chamer Inspektionsleiter, noch keine Aussage treffen. Am Brandort seien Brandfahnder der Kriminalpolizeiinspektion Regensburg und Ermittlungsbeamte der Polizeiinspektion Cham eingesetzt. Auch die Schadenshöhe könne derzeit noch nicht beziffert werden. Sie dürfte aber im Millionen-Höhe liegen, so Müller.

Die dichten Rauch- und Dampfschwaden, die über Weiding waberten, seien ungefährlich für die Anwohner gewesen. Vorsorglich ließ die Polizei die Bürger aber mit einer Rundfunkdurchsage warnen, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

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