Wohnhausbrand

Gegen 4 Uhr des 6. August 2020 wurden mehrere Feuerwehren zu einem Wohnhausbrand nach Weiding alarmiert. Unsere Wehr wurde um 5 Uhr nachalarmiert, da an der Einsatzstelle weitere Atemschutzgeräteträger benötigt wurden.

Zeitungsbericht der "Bayerwald-Echo, Schwerpunkt Ost " vom 07.08.2020:

Haus wird Raub der Flammen

Polizei In einem Wohnhaus in Weiding brach in der Nacht zum Donnerstag Feuer aus. Der Schaden beläuft sich auf etwa 200 000 Euro.

Von Evi Paleczek

Weiding In der Nacht zum Donnerstag kam es in der Trosteraustraße zu einem Wohnhausbrand, bei dem laut Polizei die vier Bewohner leicht verletzt wurden. Nach derzeitigem Ermittlungsstand wurde der 67-jährige Wohnhausbesitzer, der mit seiner Ehefrau das Obergeschoss des Hauses bewohnt, gegen 3:50 Uhr aufgrund eines ausgelösten Rauchmelders aus dem Schlaf gerissen. Bei einer Nachschau musste er feststellen, dass die Wohnung aufgrund der starken Rauchentwicklung schon nicht mehr zu betreten war.

Der 67-Jährige und auch seine 61-jährige Ehefrau flüchteten auf eine über einer direkt angrenzenden Garage gelegenen Terrasse und wurden durch die Feuerwehren mittels Steckleiter von der Terrasse gerettet. Die 81-jährige Mutter der Ehefrau und auch die 34-jährige Tochter des Ehepaars, die das Erdgeschoss bewohnen, konnten sich selbständig, vermutlich über die Hauseingangstüre, ins Freie retten. Alle vier Hausbewohner wurden aufgrund erlittener Rauchgasvergiftung mit dem Rettungsdienst in das Chamer Krankenhaus verbracht.

Im Rahmen der Löscharbeiten musste ein Bagger eingesetzt werden, der das Dach zum Teil entfernte, um den eingesetzten Feuerwehren das Löschen zu ermöglichen. Nach derzeitigem Stand wurde ein Sachschaden von etwa 200 000 Euro verursacht. Das Wohnhaus dürfte zudem nicht mehr bewohnbar sein. Im Einsatz waren die Feuerwehren Weiding, Arnschwang, Dalking, Walting, Pinzing, Cham, Windischbergerdorf, Furth im Wald, Ränkam, Gleißenberg und Runding unter Führung von Kreisbrandinspektor Greil und Kreisbrandmeister Bierl.

Es waren etwa 100 Einsatzkräfte im Einsatz, sagt Bürgermeister Daniel Paul im Gespräch mit unserem Medienhaus. Er war ebenfalls vor Ort und hat für die Helfer gegen 5 Uhr morgens Getränke und Wurstsemmeln organisiert, das örtliche Wirtshaus sorgte für mehrere Kannen Kaffee. Es gab sofort Unterstützung aus dem ganzen Ort, freut sich der Bürgermeister.

Mit der betroffenen Familie Schönberger ist er in Kontakt, sagt er, die Brandleider bräuchten jetzt aber als allererstes einmal Zeit, um ein wenig zur Ruhe zu kommen, sie müssten nun zunächst den Schock ein wenig verarbeiten. Die kommenden Tage würden zeigen, ob noch etwas zu retten sei an dem Haus. Wenn man mehr wisse, werde man auch sehen, was das Dorf im Hinblick auf eine Unterstützungs-aktion beitragen könne, um der Familie zu helfen. Gut sei auf jeden Fall, dass die Schönbergers eine große Familie vor Ort hätten. Sie seien nun erst einmal bei den Verwandten untergekommen.

Er und seine Frau Thekla seien gerade bei seinem Bruder, sagt Brandleider Josef Schönberger. Ihr großer Dank gelte Feuerwehr, BRK und den Nachbarn, die alle geholfen hätten, wo sie konnten. Gesundheitlich gehe es allen Vieren wieder gut, sie seien schnell aus dem Krankenhaus entlassen worden. Ihr Haus dürften sie erst am Freitag zusammen mit Feuerwehr und Polizei wieder betreten, dann müsse man sehen, ob noch etwas zu retten sei. Nachdem, was Feuerwehr und Polizei gesagt hätten, sehe es aber nicht gut aus, und die beiden haben wenig Hoffnung. Mitnehmen konnte das Paar überhaupt nichts, sagt Schönberger.

Der Rauchmelder habe ihnen wohl das Leben gerettet, sie hätten sich nur noch umgehend im Schlafanzug ins Freie retten können. Jetzt weiß die Familie erst einmal noch gar nicht, wie es weitergehen soll. Die Schönbergers sind einfach froh, dass niemand verletzt wurde und sie bei der Verwandtschaft unterkommen konnten. “Wir konnten erst mal duschen und haben ein Dach über dem Kopf”, sagt Josef Schönberger. In der nächsten Zeit würden er und seine Frau erst einmal bei seinem Bruder bleiben oder bei der Tochter in Rimbach unterkommen. Selbst wenn das Haus noch zu retten ist, werde es sicher dauern, bis sie wieder einziehen können. Wie man sich fühlt, wenn man alles verloren hat, lässt sich nicht beschreiben, sagt Thekla Schönberger. Für ihre Gedanken habe sie gerade keine Worte. Trost sei nur, dass niemandem etwas passiert ist, und man durch die Familie Unterstützung im Ort habe.

Zum Brand
Gegen 3.50 Uhr in der Nacht zum Donnerstag wurde das Ehepaar Schönberger vom Rauchmelder geweckt.

Die beiden sowie ihre Tochter und die Mutter von Thekla Schönberger konnten sich ins Freie retten und erlitten alle vier eine Rauchgasvergiftung.

Der Schaden beläuft sich auf etwa 200 000 Euro.

 

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